Was ist dein eigener Anteil an deiner Trennung?

Was ist dein eigener Anteil an deiner Trennung?

Von Christina Rinkl

Das ist eine richtig fiese Frage, oder? Ziemlich unangenehm darüber nachzudenken. Und gleichzeitig sehr erhellend und hilfreich. Ganz wichtig: Das ist keine Frage, die du dir direkt am Anfang deiner Trennungszeit stellen solltest. Diese Frage ist für die Zeit, nach der sich die ersten Wogen geglättet haben. Denn sie hilft dir zu wachsen. Genau über dieses Thema spreche ich diese Woche im Podcast „Das Alleinerziehenden-Team“ von Silke und Sina. Du kannst dir die Folge hier anhören oder dir meine folgenden Impulse durchlesen:

Mein Anteil an der Trennung?!

ER hat mich doch verlassen. ER ist doch fremdgegangen. ER war hat sich doch jahrelang so unterirdisch verhalten …

Ja, das mag alles sein.

Und gleichzeitig: Wem du die Schuld gibst, gibst du die Macht. Immer.

Also lass uns unsere Macht zurückerobern. Wir sind keine wehrlosen Opfer, wir haben unser Leben jetzt endlich wieder in der Hand.

Gerade nach einer Trennung, ob diese freiwillig passiert ist oder auch nicht. Denn jetzt können wir noch einmal mit voller Kraft neu durchstarten.

Wenn deine Trennung eine Weile zurück liegt, nimm dir einen ruhigen Abend nur für dich und lass dir durch den Kopf gehen: Was habe ich alles damit zu tun?

Es geht nicht um Schuld. Sondern um Verantwortung

Und damit geht es mir nicht um Schuldzuweisung oder gar Selbstgeißelung. Sondern darum, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen.

Denn wenn du diese Frage ehrlich für dich beantwortest, hast du die Chance dich weiter zu entwickeln und dieselben Muster nicht zu wiederholen.

Schritt 1: Akzeptiere, dass diese Beziehung kein gutes Ende genommen hat

Das klingt banal, aber es ist extrem wichtig. Denn erst dann kannst du wirklich loslassen. Deine Beziehung und irgendwann in Zukunft hoffentlich auch deinen Schmerz und Groll (wenn du Hilfe dabei brauchst, schau dir hier mein Coaching-Angebot für Mütter und Väter nach der Trennung an).

Vergeben heißt nicht, die Vergangenheit und alles was in Zusammenhang mit deinem Ex-Partner passiert ist, gut zu heißen. Sondern anzuerkennen, dass sich die Vergangenheit nicht mehr ändern lässt.

Dieser Satz hat mir selbst sehr geholfen. Denn wenn wir jahrelang in unserem Groll stecken bleiben, schaden wir letztendlich nur uns selbst. Und damit auch unseren Kindern.

Schritt 2: Stelle dir Fragen, die dich weiterbringen

Setz dich in einer ruhigen Minute hin und schreib mal auf, nur für dich:

  • Was hat mich an meinem Ex-Partner angezogen?
  • Was vermisse ich an ihm und an unserer Beziehung?
  • Was war seine Funktion für mich? Was habe ich in ihm gesehen?
  • Wie kann ich mir das heute selbst geben? (diese Frage ist besonders essentiell)
  • Welche Themen kamen bei uns in der Beziehung immer wieder hoch?
  • Inwiefern habe ich dazu beigetragen?
  • Worüber bin ich froh, dass ich es mit der Beziehung loslassen konnte?
  • Wie will ich zukünftig leben?
  • Was und welche Werte sind mir wichtig? Auch in einer neuen Partnerschaft in der Zukunft?

Ja, das alles geht nicht in fünf Minuten, das darf auch gerne mehrere Abende dauern. Und es dürfen auch Tränen hochkommen dabei. Oder Wut, Frust und Ärger. Wie du dann gut damit umgehst, habe ich hier in diesem Text beschrieben.

Schritt 3: Übernimm die volle Verantwortung für dein Leben

Es ist immer leichter, alles auf den anderen zu schieben: „Er hat mich betrogen. Sie hat sich nie ums Kind gekümmert. Er hat sich regelmäßig zugesoffen und mich beschimpft.“

Denk dran: Wem du die Schuld gibst, gibst du die Macht. Das heißt nicht, dass alles ok war, was in deiner Beziehung passiert ist. Bestimmt nicht, denn sonst wärst du heute nicht getrennt.

Und trotzdem darfst du heute die Verantwortung für dich und dein Leben übernehmen und dich anders entscheiden als in der Vergangenheit. Dich zum Beispiel nie wieder von einem Mann so mies behandeln zu lassen.

Hat nur er dich wirklich betrogen? Oder du dich selbst in der Beziehung vielleicht schon viel längere Zeit? Ich weiß, diese Frage ist nicht schön. Aber wenn sie etwas in dir auslöst, wenn sie dich triggert, lohnt es sich, einmal länger darüber nachzudenken.

Ja, das alles löst sich nicht alles von heute auf morgen, und gerade nicht am Anfang der Trennung. Und trotzdem lohnt es sich sehr, den Groll auf den Ex loszulassen und das was passiert ist, nicht zu verdrängen sondern zu verarbeiten. Weil du dich sonst immer nur wieder selbst vergiftest. Mit negativen, destruktiven Gedanken.

Fokussiere dich lieber auf das Gute in deinem Leben. Auf dein Kind. Auf deine Wohnung. Deine Arbeit. Auf die Menschen, die gut zu dir sind und die dich unterstützen. Und wenn du die oben genannten Fragen ehrlich beantwortest und reflektierst, bist du schon ein gutes Stück weiter auf deinem Weg.

Trennungsverarbeitung ist ein Prozess. Und der darf dauern.

Aber es ist ein sehr lohnender Weg, der dich stärker werden lassen kann als jemals zuvor. (Wenn du dabei Unterstützung brauchst, lass dich von mir begleiten) Weil du dich dabei intensiv mit dir selbst und deinem Inneren beschäftigst. Und irgendwann weißt, was dir wirklich wichtig ist im Leben. Und wie genau du künftig leben willst. Und wie nicht mehr.

Diese Chance bietet jede Trennung. Unter den ganzen Trümmern die sich anfangs auftürmen wie ein meterhoher Berg.

Irgendwann sehen wir wieder das Licht. Und dürfen erkennen, wozu das alles gut war.

Vielleicht und unter anderem dazu, dich selbst authentischer und besser kennenzulernen.

Als Trennung-Coach freue ich mich, wenn ich dich auf deinem Weg begleiten und unterstützen darf. Klicke hier für ein unverbindliches und kostenloses Strategie-Gespräch mit mir und gemeinsam entwickeln wir deine nächsten Schritte.

Nur das Beste für dich.

Christina

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Christina